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Wanderung wiederum ein Erlebnis

Am 3. und 4. September 2011 machte sich wieder einmal mehr ein kleines Grüppchen vom TSV auf, um die alljährliche Wanderung zu geniessen. Dieses Jahr wurde sie von Claudia Diltz organisiert und führte uns ins Berner Oberland.

Ein strahlend schöner Morgen begrüsste uns und alle bestiegen den Zug Richtung Brienz. Dort wartete das Postauto mit einem freundlichen Chauffeur auf uns, das uns auf die Axalp brachte. Nach dem obligaten Apéro im Zug war jetzt ein Kaffehalt angesagt, bis es dann ernsthaft ans Wandern ging. Nach knapp zwei Stunden leicht aufwärts und über Alpwiesen machten wir (Nach-) Mittagsrast auf einer Alp an einem riesigen Tisch an der Sonne. Vereinzelte zog es aber an den Schatten, direkt vor dem Hütteneingang der Älplerin. Gut gestärkt und voll motiviert gings dann weiter, Lars zügig voran und die ganze Truppe hinterher. Bald wanderten wir über unebene Kuhweiden und Geröllhalden, weit weg von rot-weiss gestreiften Markierungen. Die ersten Natels mit GPS wurden gezückt, Karten studiert und eifrig diskutiert. Wir waren tatsächlich auf dem falschen Weg und mussten ein rechtes Stück wieder zurück. Bald sahen wir weit oben eine Geissenherde herunterrennen und beim genaueren Hinschauen erkannten wir auch einen Weg. Jetzt aber vorwärts, hiess es, die Zeit wurde langsam knapp, aber zum Glück hielt das Wetter noch. Als wir auf dem höchsten Punkt angelangt waren, erblickten wir auch wieder mal eine Tafel mit Zeitangaben. Eine kurze Trinkpause und weiter geht’s, vorbei am Faulhorn mit Blick zum Eiger, Mönch und Jungfrau, weiter an einem glasklaren Bergsee vorbei und dann erblickten wir unser Tagesziel, die Grindelwald First. Alle waren sehr erleichtert, endlich am Ziel angelangt zu sein, was dank der militärischen Abkürzung ein wenig länger gedauert hat. Die wohlverdiente Dusche, das feine Znacht, die unkomplizierte Gastfreundschaft und die weichen, breiten Betten liessen die Strapazen schnell vergessen. Noch ein paar Blicke an den oberen und unteren Grindelwaldgletscher sowie die traumhafte Berglandschaft, und schon wurde es Nacht. Dieses Jahr wurde die Nachtruhe später als sonst eingeläutet, es gab aber trotzdem jemand, der vor lauter Müdigkeit bei Tisch schon fast eingeschlafen wäre.
Am Sonntag genossen wir ein super Frühstücksbuffet und schon bald packten wir unsere Rucksäcke. Da das Wetter nicht mehr so sicher war, war das erste Zwischenziel die Grosse Scheidegg. Dort entschieden wir uns jedoch alle, weiter zu Fuss bis zur Schwarzwaldalp. Dort verpflegten wir uns teilweise aus dem Rucksack und teilweise im Restaurant. Bis zur Rosenlaui-Schlucht wars nur noch ein kurzes Stück, bis auf Sandro und Lars machten sich alle zu Fuss auf diesen Weg. Die beiden Herren liessen sich vom Postauto fahren. Zusammen wurden wir dann bis nach Meiringen chauffiert, wo wir direkt Anschluss auf den Zug nach Luzern hatten.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Claudia, die top organisiert und bestens mit Kartenmaterial ausgerüstet war. Dazu eine gut ausgeglichene und motivierte Truppe von aktiven und ehemaligen Turnern, was braucht es mehr? Und dass man nicht immer jeden Wegweiser sieht, ist nur halb so schlimm, wir sind ja sportlich!!

Irma Gander